Abwehrstörung – Antikörpermangelerkrankung

Abwehrstoerung-Erkrankung Abwehrmangelerkrankung Behandlung Prof. Dr. Fritsch-Stork Wien

Eine Abwehrstörung kann sich in vielen Weisen zeigen. Meist merkt man eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte der oberen Luftwege, wie z.B. Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündungen, Mittelohrentzündungen und in manchen Fällen auch Lungenentzündungen.

Wenn solche Infektionen gehäuft auftreten, sollte man eine unterliegende Abwehrstörung (meist mit zu wenigen, oder nicht gut genügend funktionierenden Antikörpern) abklären. Es könnte sich dann um eine CVID (common variable immunodefinciency, bei dem allgemein die Antikörperbildung gestört ist), einen spezifischen Antikörpermangel (bei dem die Funktion der Antikörper gegen spezifische Erreger gestört ist) oder einen Subklassendefekt (z.B. IgA Mangel, die häufigste und meist mildeste Form der Antikörpermangelsyndrome) handeln.

Im schlimmsten Fall kann es zu einem vollkommen Fehlen der Antikörper (XLA, X-linked agammaglobulinemia) kommen, was meist in der frühen Kindheit schon bemerkt wird. Prinzipiell können Antikörpermangelerkrankungen in der Kindheit, jedoch auch erst im Erwachsenenalter auftreten.
Weiters gibt es eine breite Palette an zellulären Immundefizienzen, in denen die Funktion oder die Anzahl verschiedener Abwehrzellen (Lymphozyten, Macrophagen, NK-zellen) beeinträchtigt ist. Üblicherweise sind diese Defekte des Immunsystem mit anderen Erregern, assoziiert (z.B. virale Infekte wie Warzen, oder sogenannte opportunistische Erreger, die bei einem Gesunden üblicherweise keine Probleme verursacht). Es werden stets neue Erkrankungen entdeckt, weil gerade dieses Feld der Medizin durch die neuen Techniken der Molekularbiologie große Frotschritte macht.

Behandlung von Antikörpermangelerkrankungen

Die Therapie ist abhängig von der “Schwere” der Erkrankung und Infekthäufigkeit und reicht von vorbeugender Antibiotikagabe über Gabe von Immunglobulinen (Antikörper) bis hin zur Knochenmarkstransplantation. Letztere erfolgt nur bei besonders schweren Fällen, die üblicherweise schon in der Kindheit diagnostiziert werden.

Abklärung und Therapieberatung für Antikörpermangelerkrankungen